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Datenaffäre kommt Fußballverein VfB Stuttgart teuer zu stehen.

300.000 Euro – so hoch ist das Bußgeld, mit dem der Landesdatenschutzbeauftragte die VfB Stuttgart AG belegt hat. Was ist der Auslöser? 2016 soll VfB-Kommunikationschef Oliver Schraft über 50.000 E-Mail-Adressen von VfB-Mitgliedern an das Online-Portal „Fokus VfB“ weitergegeben haben. Über die Fanseite sollten subtil Botschaften verbreitet werden, um die Mitgliederversammlung im Sommer 2017 im Sinne der Clubführung zu beeinflussen. Dort sollte die Ausgliederung der Profifußballer aus dem Gesamtverein in eine AG abgesegnet werden, was mit einem Stimmanteil von 84,2 Prozent auch geschah. Im Raum stand die Etablierung der Daimler AG als Ankerinvestor, die bereit war, für 11,75 Prozent der Anteile rund 41,5 Millionen Euro zu zahlen.

Die Verantwortlichen des VfB haben also erreicht was sie wollten. Der folgende Schaden ist dennoch immens. Nur durch ihre Bereitschaft zur Kooperation mit der Landesdatenschutzbehörde konnte das Bußgeld „im Rahmen“ gehalten werden. Der Imageschaden für den Club aus Baden-Württemberg ist hingegen kaum messbar. Einige Verantwortliche zeigten sich unwissend, andere mussten ihren Hut nehmen und deutlich schlimmer: ein Großteil der Fans ist entsetzt über den Umgang „ihres“ VfB mit ihren persönlichen Daten. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Denn der Landesdatenschutzbeauftragte macht deutlich, dass es in Sachen Datenschutz keine Sonderregeln für gestandene Fußballvereine gibt.

Was von der Datenschutzaffäre bleibt, sind nach dem behördlichen Schlussstrich noch zwei Fragen: Hätte dieser Skandal verhindert werden können und hätte er nicht verhindert werden müssen? Die Antwort auf beide Fragen ist ganz klar: Ja! Auch Vereine müssen sich bewusst sein, dass sie die Sicherheit personenbezogener Daten immer im Blick behalten müssen und merken sollten, wenn ihre Mitglieder plötzlich von Dritten kontaktiert werden – sie hätten eine Alarmanlage für ihre Daten gebraucht. Die Data Leakage Detection der adreko deckt die Kontaktierung der eigenen Kunden oder Mitglieder auf und ermöglicht eine rechtssichere Aufklärung. Sie hätte Schlimmeres verhindern können, denn abgesehen von dem finanziellen Schaden – das Vertrauen der Fans und Kunden ist unbezahlbar.

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