Gericht zu Datendiebstählen: Beweislast liegt bei betroffenen Unternehmen

Datendiebstähle sind keine Einzelfälle mehr, wie eine Umfrage von Bitkom aus dem Jahr 2019 feststellt. Rund 75 % der befragten Unternehmen waren in den zwei vorangegangenen Jahren von Datendiebstahl oder -Sabotage betroffen. Kundendaten, Passwörter und Bankdaten – alles steht im Visier der Hacker und es ist scheint äußerst schwer, sich vor solchen Übergriffen zu schützen.
Zwar gelten immer noch die bekannten Regeln, dass Passwörter regelmäßig geändert, falsche Profile gemeldet und Rechner regelmäßig nach Viren gescannt werden sollten – all diese Maßnahmen nützen jedoch nichts mehr, sollten bereits Daten entwendet worden sein.
Dann hilft nur noch der Gang vor Gericht – sofern der Datendieb identifiziert werden kann. Und selbst dann ist nicht sicher, dass die eigenen Ansprüche durchgesetzt werden können, wie ein Unternehmen vor dem Landgericht Wuppertal erfahren musste.
Denn das Gericht entschied: Ein Schadensersatzanspruch für gestohlene Kundendaten besteht nur dann, wenn zweifelsfrei bewiesen werden kann, dass die Informationen unerlaubt entwendet wurden (LG Wuppertal, Urt. v. 09.04.2020 - Az.: 12 O 26/19). Dass dies in der Praxis nicht so einfach ist, stellte nun auch das klagende Unternehmen fest.
Es hatte einen ehemaligen Mitarbeiter bezichtigt, rund 12.000 Kundendaten wie Namen, Adressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern kopiert und weitergegeben zu haben. Weil die Kläger allerdings nicht rechtssicher nachweisen konnten, dass die Daten illegal entwendet wurden, wies das Gericht die Klage ab und der geforderte Schadensersatz von 8.000 Euro wurde nicht ausgezahlt.
Es wird deutlich: Auf der einen Seite ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen um den Zugriff auf Daten zu erschweren; andererseits ist aber auch die rechtssichere Nachverfolgung der Daten im eigenen Unternehmen wichtiger denn je! Nur so können etwaige Ansprüche vor Gericht durchgesetzt und Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
Hier kann die adreko Abhilfe schaffen. Mit dem anwaltlich geprüften Kontrolladressensystem kann der Weg Ihrer Daten in Ihrem Unternehmen rechtssicher verfolgt werden. Dieser ist im Rechtsstreit so zweifelsfrei nachweisbar, sodass Sie Ihre rechtmäßigen Ansprüche durchsetzen können.

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